Nepal gleicht auf den ersten Blick einer Postkartenidylle - hohe Berge, Sherpas, Tempel, malerische Städte und Dörfer. Doch der äußerste Süden des Landes, Terai genannt, steht in starkem Gegensatz zu den gängigen Klischees. Diese Region, an der Grenze zu Indien gelegen, ist das fruchtbare, dem zentralen Bergland Nepals südlich vorgelagerte Tiefland.
Hier erwartet den Reisenden eine zauberhafte, von Reisfeldern und Mangohainen durchzogene Landschaft. Lange waren weite, mit Regenwald und Elefantengras bewachsene Teile des Terai kaum besiedelt. Heute lebt hier das Volk der Rana Tharu: In kleinen Dörfern aus Bambushütten inmitten der von ihnen bestellten Felder. Die wahrscheinlich aus Westindien stammenden Tharu ließen sich vermutlich bereits ab dem 16. Jahrhundert hier nieder.
"WunderWelten" begleitet die 19-jährige Ram Beti, die in dieser nach matriarchalischen Strukturen organisierten Volksgemeinschaft lebt. Obwohl die Familienstrukturen um die Frauen herum organisiert sind, dürfen die Männer mehrere Ehefrauen haben. Die Dokumentation taucht ein ins Leben der Rana Tharu und bringt dem Zuschauer anhand der Geschichte dieses Volkes eine wenig bekannte Seite Nepals näher.